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iDENTity 2_2011_de

10 jahre xive Eine Standortbestimmung der provisorischen Sofortbelastung nach Sinusbodenelevation – Traditionelle Operationstechnik versus moderne computernavigierte Implantatchirurgie | Frank Kornmann | Till Gerlach | Gerhard Stachulla | Björn Roland EINLEITUNG Zehn Jahre klinische Anwendung des Xive-Systems bezeu- gen Therapiesicherheit bei der Implantatinsertion sowie funktionierende multioptionale Versorgungskonzepte mit Sofort- oder Spätbelastung. Während vor einigen Jahren die provisorische Sofortversorgung noch mit konventionellen Planungsmethoden und Herstellungsprozessen realisiert wurde, hat die Einführung von 3-D-Diagnostik und virtueller Planung zu einer deutlichen Steigerung der Behandlungs- sicherheit für den Chirurgen und Prothetiker geführt. Die Zugewinne durch eine dreidimensional geplante und mit Schablonen geführte Implantatinsertion liegen, außer in der Gewebeschonung, auch in der verbesserten Vorhersag- barkeit des funktionellen und ästhetischen Ergebnisses. Somit können Sicherheit, Schnelligkeit, Präzision und Ästhetik als die wichtigsten Faktoren identifiziert werden, die die computergestützte Therapie auch für den Patienten attraktiv machen. Eine ausreichende Primärstabilität stellt die Grundvoraus- setzung für eine komplikationsfreie Osseointegration unter Belastung dar. Wie in zahlreichen aktuellen Studien gezeigt wurde, kann unter geeigneten Bedingungen die provisorische Sofortversorgung bei Spät-, aber auch bei Sofortimplantationen durchgeführt werden. Dabei muss berücksichtigt werden, dass das Implantat in der Osseointegrationsphase auf Manipula- tionen am Interface extrem sensibel reagiert. Durch physiolo- gische Umbauprozesse des peri-implantären Knochens wird die primäre Stabilität zunächst geschwächt und anschließend durch die fortschreitende Osseointegration sekundär wieder stabili- siert. Notwendige Aufbauverschraubungen unter Verwendung von hohen Drehmomenten zu einem früheren Zeitpunkt als in den althergebrachten Standardkonzepten definiert, können zu einer Zerstörung der sich bildenden Knochenbrücken an der Implantatoberfläche führen. Die etablierten Standardeinheil- zeiten beinhalten einen zeitlichen Sicherheitspuffer, der für ein Knochentraining durch ansteigende sogenannte progressive Belastungen über die provisorische Versorgung kombiniert mit Patienten-Compliance genutzt werden kann. 8 | IDENTITY 2_11